TATTOO LEXIKON

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Hannya-Masken stammen aus Japan,genauer aus dem japanischen Theater / Schauspiel. Die Hannya-Maskestellt das böse Gesicht einer Frau dar. Klassische Features sindihre Hörner, die auffälligen, übergroßen Augen und ein zur Fratzeverzerrter Mund. Oft ergänzt durch eine schlangenhafte Zunge undeinen grüne Gesichtsfarbe. Im japanischen Schauspiel tratentraditionell nur Männer auf, weshalb ursprünglich nur zurDarstellung von Frauen, Geisterwesen und Göttern Masken entworfenwurden. Den Counterpart der durch Hannya-Maskendargestellten Frauenwesen stellen die drei Furien der griechischenMythologie dar. Die japanische Maske symbolisiert eine von Eifersuchtund Rachsucht zerfressene Frau, die sich in eine Dämonin verwandeltund ihre Wut an unschuldigen Opfern auslässt. Laut Legende frisstsie auch schon mal kleine Kinder. Um ihren Blutdurst stärker in denVordergrund zu rücken, wird die Hannya-Maske oft auch in rottätowiert. Was dieHannya-Maske als Tattoomotiv so faszinierend macht, ist neben ihrertiefen Verwurzelung in der japanischen Kult- und Götterwelt dievielseitige Möglichkeit ihrer Darstellung, die Tiefgründigkeitihrer Bedeutung und die Verknüpfung zum Seelenleben ihres Trägers.Denn jeder Mensch trägt eigene Dämonen in sich, die es bekämpfenund kontrollieren gilt. Sende uns deine Hannya-Maske an: tattoos@tattoomagazin.de(Name // Statement zum Tattoo // Künstler // Studio)

12/09/2016

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Das Tätowieren ist die einzige Kunst, die unter die Haut geht und für die Ewigkeit hält. Zumindest wenn der Künstler Ahnung hat! Auch wenn das Tätowieren in den letzten Jahrzehnten endgültig seinen Ruf als Knastsünde verloren hat und gefühlt jeder Zweite tätowiert ist, gibt es immer noch genug schwarze Schafe in der Tätowierszene, die die Unwissenheit und Naivität ihrer Kunden ausnutzen. Was aber passiert beim Tätowieren eigentlich wirklich in der Haut? Die menschliche Haut besteht aus mehreren Schichten. Grob gesagt kann man sie in die Oberhaut und die Lederhaut unterteilen. Die Oberhaut besteht aus den Hautschichten, die sich nach und nach immer wieder erneuern, die Lederhaut ist die "bleibende" Schicht zwischen Oberhaut und Fett.Schon jetzt ist eigentlich klar: Ein Tattoo muss in die Lederhaut gestochen werden, sonst ist es “temporär”. Ein professioneller Tätowierer sticht die Tattoofarbe unter die sechste Hautschicht ca. 1-1,5 mm unter die Hautoberfläche. In der Lederhaut befinden sich Muskeln, Blut- und Lymphgefäße, deswegen ist beim Tätowieren besondere Hygiene gefragt. Sterile Nadeln und desinfizierte Arbeitsmaterialien sind genauso Pflicht wie das Tragen von Handschuhen und das regelmäßige Desinfizieren der entstehenden Wunde. Vor dem eigentlichen Tätowieren wird die Haut rasiert, damit die Vorlage gut aufliegt und somit nicht verfälscht wird. Tätowiert wird mit verschieden großen Nadeln, die von der elektrischen Tätowiermaschine in die Haut gestochen werden und so Farbe in die Lederhaut abgeben. Je nachdem ob dabei Blutgefäße verletzt werden, kann die Haut beim Tätowieren bluten. Tätowiermaschinen lassen die Nadeln je nach Größe etwa 800 bis 7.500 mal pro Minute in die Haut schnellen. Durch diese ständige "Reizung" kann die Haut schon während des Tätowierens anschwellen und rötet sich. Ein frisches Tattoo ist eine Wunde und muss daher nach dem Tätowieren deszinfiziert werden. Danach trägt der Tätowierer außerdem Vaseline auf die Wunde auf und verklebt sie meist mit Klarsichtfolie. Das hat den Effekt, dass nicht sofort eine Kruste entsteht und die Haut sich nur oberflächlich erneuert. Immer wieder geraten nicht nur hygienische Bedenken an das Tätowieren in die Schlagzeilen, auch die verwendeten Farben stehen regelmäßig in der Kritik.Diese Bedenken sind meist allerdings veraltet. Früher war man sich nicht darüber im Klaren, dass die Lederhaut eine Art Transporteur ist. Schmutzpartikel oder Schadstoffe können über sie in den gesamten restlichen Körper transportiert werden. Heute gibt es Tätowiermittelverordnungen, die gewährleisten, dass Farbstoffe keinerlei schädliche Substanzen für den Körper enthalten. Wer sich bei einem seriösen Tätowierer stechen lässt, muss sich also nicht vor gesundheitlichen Folgen fürchten. Auch wenn das Tattoo schon auf der Haut und die Freude groß ist, ist Vorsicht geboten.Ein Tattoo muss gepflegt werden! Die Empfehlungen dazu variieren zwar von Tätowierer zu Tätowierer, aber bestimmte Regeln empfehlen sie alle: Nachdem die Folie vom Tattoo entfernt wird, sollte der "Gestochene" es mit warmen Wasser und einem Waschlappen reinigen. Danach wird die Haut vorsichtig trocken getupft. Ab dem Moment, an dem die Wunde nicht mehr feucht ist (nach etwa zwei Tagen), sollte sie täglich mit fetthaltiger Creme wie "Bepanthen" eingerieben werden. Das verhindert das harte Verkrusten der Tätowierung. Wird ein Tattoo richtig gepflegt, pellt sich die Oberhaut nach und nach in dünnen, pergamentartigen Schichten ab. Diese sind zwar farbig, brechen aber keine Farbe aus der Lederhaut und beschädigen so das Tattoo nicht. Wer lange etwas von seinem neuerworbenen Hautschmuck haben will, sollte in den ersten Wochen nach dem Tätowieren außerdem auf Solarium, Schwimmbad, die Badewanne und ausgiebiges Sonnen verzichten – denn das könnte die Farben ausbleichen. Auch wenn die Risiken lange nicht mehr so zahlreich sind wie noch vor ein paar Jahren, eine Regel gilt auch heute noch für das Tätowieren: Think before you ink! Denn auch der beste Tätowierer kann und will seine Arbeit bestimmt nicht rückgängig machen.TattooMagazin App~> Android Free: http://bit.ly/2dKKIdf~~> Android Pro: http://bit.ly/2eG2YsU~> iOS Free: http://apple.co/2eMa39r~~> iOS Pro: http://apple.co/2eMbHI9

25/07/2016

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Es gibt zwei Ansätze, die die Wundheilung bei frischen Tätowierungen fördern.Die Feuchtheilmethode und die Trockenheilmethode. Welche Methodebevorzugt wird, kommt auf den Tätowierer und nicht zuletzt auf denTätowierten selbst an. Unter Umständen kann es auch Jahreszeitabhängig sein oder von den Lebensumständen (Stichwort: Arbeitgeberbzw. Branche). So ist in den Wintermonaten die Trockenmethode nichtunbedingt empfehlenswert, weil dann der Kleidungsstoff auf demfrischen Tattoo aufliegt und reibt. Bei derFeuchtheilung wird die Salbe und Folie mehrfach am Tag erneuert. Inder Regel für die ersten 3 bis 4 Tage und Nächte. Je nachKörperstelle auch mal bis zu einer Woche. Der Vorteil dieserHeilmethode ist, dass sie beim Schlafen Bettlaken und Pyjama schont.Manche Tätowierte berichten auch, dass die Tattoos gefühlt saubererabheilen. Es gibt auch bei dieser Heilmethode Abwandlungen. Etwa, aufdie Salbe zu verzichten und das Tattoo nur zu folieren. Bzw. dieSalbe erst zum Einsatz zu bringen, wenn die Folie nicht mehrverwendet wird. Bei jedem Folienwechsel muss das Tattoo mit lauwarmemWasser abgewaschen werden. Die Trockenheilungist sozusagen das Lufttrocknen des Tattoos. Hierbei wird die Foliewenige Stunden nach dem Stechen bzw. sobald man vom Termin nach Hausekommt, entfernt. Das Tattoo wird von Salben- oder Vaselineresten mitlauwarmem Wasser gereinigt und ab dann offen getragen. Je nach Größedes Tattoos und Beschaffung der Haut, kann das aber Farb- undBlutflecken auf der Bettdecke verursachen. Außerdem muss das Tattoobei dieser Methode möglichst lange und häufig offen getragen werdenund darf nicht von Kleidung verdeckt werden, damit es „atmen“kann. Auch eineKombination aus beiden Heilmethoden ist denkbar. So kann bspw. dasTattoo tagsüber offen getragen werden. Die ersten drei Nächte aberimmer noch mit Folie umwickelt werden, um Laken und Co. zu schonen.Spätestens wenn die Silberhaut das Tattoo überzieht, kann aber auchbei der Feuchtheilung auf Folie verzichtet werden. Sende uns dein Heilungs- Foto an: tattoos@tattoomagazin.de(Name // Statement zum Tattoo // Künstler // Studio)

23/12/2016

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