TATTOO LEXIKON

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Neotraditional oder in unseren Breitenrgaden analog zu OldSchool auch NewSchoolgenannt, sind die modernen Erben der Traditionals. Das heißt, dassman sich in Sachen Stil sehr stark an den Vorgaben der Oldschoolorientiert, bei den Motiven aber kaum Grenzen gesetzt sind. Hierfindet sich das traditionelle Element also vor allem beim Stil. Indiesem Fall sind also die Motive das, was die OldSchool von der New School bzw. die Traditionals von den Neotraditionalsunterscheidet. Ein Anker mit dicken Linien und kräftigen Farben istdann eher den Traditionals zuzuordnen, während eine Matroschka oderein Porträt im selben Stil gestochen eher zu den Neotraditionalszählt.Die einfachste und gängigste Unterscheidung ist alsodie des Motives. Moderne Motive und Designs, die es zur Zeit derSeefahrer noch nicht gab, nennt man Neotraditionals oder New School.Klassische Seefahrersymbolik dagegen Traditionals oder OldSchool.Lediglich in ihrer Machart sind die beiden Stilrichtungen vereint.Sende uns dein Neo-Traditionals -Tattoo an: tattoos@tattoomagazin.de(Name // Statement zum Tattoo // Künstler // Studio)

12/09/2016

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Der Beruf des Tätowierers ist wohl einer der Kreativsten überhaupt. Dank der ständig wechselnden Trends und Individualität der Kunden, gibt es fast nicht’s mehr, das noch nie tätowiert wurde. Früher war das anders! Wer sich schon einmal bei einem Old Style-Tätowierer umgeschaut und Mappen mit alten Motiven durchstöbert hat, dem ist eins aufgefallen: Motive wie Schwalben, Pin-Ups, Segelschiffe oder blutende Herzen treten genau so immer wieder auf wie die Grundfarben Schwarz, Gelb, Blau und Rot. Old School-Motive erleben zwar seit einigen Jahren auch kommerziell ein Revival, trotzdem finden sie erst durch die New School endgültig wieder ein festes Standbein in der heutigen Tattoo-Szene! Hinter dem Begriff New School versteckt sich sinngemäß die Neuinterpretation von Old School-Motiven. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger aber ist die New School sehr laut und bunt und viel plakativer und vor allem kreativer! Die Basismerkmale des Old School werden fast immer übernommen und finden sich beim New School Tattoo in den dicken Outlines und und den knalligen Farben wieder. Das war es aber auch schon fast mit den Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Stilrichtungen.Ein besonders auffälliger Unterschied ist die riesige Farbpalette der New School Tattoos. Das liegt nicht alleine daran, dass es heute einfach viel mehr Farben gibt, als noch vor ein paar Jahrzehnten. Auch sind Tätowierungen viel anerkannter und damit wächst der Mut der oft immer jünger werdenden Tattoo-Kundschaft. Tattoos sind heute keine Kennzeichnung mehr, die die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ausdrücken, sondern ein Gefühls-Abbild des Trägers auf seiner Haut.Aber nicht nur die Einstellung zu der Tätowierung, sondern auch die Motive an sich haben sich stark verändert. Klassiker wie Totenschädel oder Anker bilden zwar oft das Herz eines Motivs, die Darstellung darf aber viel moderner und weniger statisch sein. Schwalben können beispielsweise im Comic-Stil gestochen und Pink ausgefüllt werden. Die Message beim New School ist eindeutig „Spaß“! Gestochen wird, was gefällt! Wer einen Roboter auf der Wade haben will, der bekommt ihn. Wer ein Pin-Up mit Hello Kitty-Shirt aus dem Dekoletee winken haben möchte, der zieht keine schrägen Blicke mehr auf sich.Besonders wichtig sind und bleiben im New School aber neue Interpretationen der "alten" Motive. Ein gutes Beispiel dafür ist die Neuinterpretation von Schädel-Motiven. Immer häufiger sieht man heute den mexikanischen Sugar Skull, der traditionell sehr spielerisch verziert und mit extrem knalligen und vielen verschiedenen Farben ausgefüllt wird. In der Old School wird der Schädel sehr einfach, meist seitlich, und oft in Kombination mit Schriftbanderolen oder anderen Motiven dargestellt. Diese beiden Motive haben zwar jeweils ihre eigenen Berechtigung, kunstvoller ist aber definitiv der Sugar Skull. Er lässt Träger und Tätowierer unendlich viele Möglichkeiten für kreative Experimente und lässt die verschiedensten Interpretationen zu. Gerade weil New School Tattoos so laut und plakativ gestochen sind, sollten sie nicht leichtsinnig und unüberlegt gestochen werden. New School Tattoos sind auffällig und großflächig – deswegen sollten Anfänger wohl eher die Finger davon lassen. Außerdem sind New School Tattoos weniger mit einem Statement belegt. In der Old School stehen beispielsweise Schwalben, geprägt von den Seefahrern, für die Sehnsucht nach einem geliebten Menschen. Wer sich allzu leicht von der New School mitreißen lässt, kann sich daher schnell eine ungeliebte Jugendsünde "einfangen".Sende uns dein New-School-Tattoo an: tattoos@tattoomagazin.de(Name // Statement zum Tattoo // Künstler // Studio)

25/07/2016

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