TATTOO LEXIKON

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1911 als Norman Keith Collins geboren, war Sailor Jerry eine Institutionin Tätowierkreisen. Er selbst lernte das Tätowieren in Alaska,seinerzeit noch ganz traditionell als Hand-Tap-Handwerk. Erst späterin Chigaco wurde er an der Tattoomaschine ausgebildet. Mit 19 Jahrenging er zur US-Navy. In der Zeit bei der Marine kam er viel in denasiatischen Raum, wo er vor allem, die in Traditionals noch heuteverbreiteten Bold Lines, also dicke Linien, kennenlernte. Inseinem späteren Wohnort auf Hawaii baute er seine Tattoofähigkeitenaus und entwickelte die ersten, farbigen Pigmente für Tätowierungen.Damit wurde er der erste Artist, der auch bunte Tattoos stechenkonnte. Außerdem war er der Erste, der Einmalnadeln undSterilisation verwendete. Sein bekanntester Schüler ist dieebenfalls zur Legende aufgestiegene Ed Hardy. Sailor Jerry war außerTätowierer auch Kapitän mit einem eigenen Dreimaster, auf demBootstouren anbot.SeinErbe lebt nicht nur im immer noch aktiven Sailor Jerry's OriginalTattoo Shop in Honolulu weiter, sondern auch in der von seinenNachfolgern gegründeten Sailor Jerry Ltd. Hierüber werden Kleiderund andere Gebrauchsgegenstände mit seinen Motiven vertrieben,einschließlich eines karibischen Rums, dessen Etikett einklassisches Sailor-Jerry-Pin-up zeigt. Jedes Jahr findet ihm zu Ehrenein großes Nachbarschaftsfest in Honolulu statt.

13/09/2016

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Es dürfte die meist gestellte Frage in Tattooshops sein: „Tut das weh?“ Und die häufigsten Antworten sind entweder ein ironisches „Nicht doch“ oder ein ehrliches „Ja“. Und ja, Tätowieren verursacht Schmerzen. Egal bei wem, egal an welcher Stelle, egal wie groß das Motiv ist. Das Schmerzempfinden ist allerdings sehr subjektiv. Es gibt sogar Menschen, die aufgrund von genetischer Mutation überhaupt keine Schmerzen empfinden. Die sind aber in der deutlichen Minderheit. Eher variiert das Schmerzempfinden hinsichtlich der Stärke und Stelle.Einigen Menschen bereitet das Tätowieren an fleischigen Stellen mehr Schmerzen, als an Körperstellen, bei der nur wenig Fleisch zwischen Haut und Knochen ist. Anderen Menschen ergeht es genau umgekehrt. Bei einigen stellt sich nach einer gewissen Zeit eine Art Betäubung der Stelle ein und sie empfinden weniger Schmerzen, als beim Anfang des Tätowierens. Andere wiederum haben zunächst kaum bis wenig starke Schmerzen, die sich im Laufe der Tätowiersitzung steigern. Auch wie stark Tätowierte die Schmerzen empfinden ist völlig subjektiv und individuell.Die Frage, ob oder wie sehr Tätowieren weh tut, ist also völlig überflüssig. Eine Verletzung der Haut – und nichts anderes ist das Tätowieren aus rein biologischer Sicht – tut immer weh. Dem einen mehr, dem andern weniger. Und als wie stark man die Schmerzen empfindet kommt auf jeden Einzelnen an.Sende uns dein Schmerzen- Foto an: tattoos@tattoomagazin.de

29/12/2016

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Zu Deutsch: Kratzer. Gemeint ist ein Tätowierer, der genau genommen gar keinerist. Scratcher sind oft Tätowierer, die das Handwerk nicht richtiggelernt haben, überschätzen sich selbst gerne und unterschätzenden Anspruch des Tätowierens. Die Folgen der Werke von Scratchernsind oft genug Gurken, Narben und Blowouts. Verursachtdadurch, dass Scratcher weder mit der Beschaffenheit der Hautvertraut sind, noch mit der Funktionsweise einer Tattoomaschine oderderen Handhabung. Abgesehen von den oft suboptimalen grafischenFähigkeiten, stechen sie ihre fragwürdigen Motive vorzugsweise zuflach oder zu tief in die Haut. Zu flachgestochene Tattoos kann ein guter Tätowierer durch ein Cover-upproblemlos retten. Denn in diesem Fall verblasst das „Werk“ desScratchers einfach nur. Sticht er aber zu tief, verursacht er Narbenund Blowouts. Die sehen nicht nur unschön aus, sondern sind imschlechtesten Fall auch nur noch schwer oder gar nicht mehr zuretten. Sende uns dein Scratcher- Foto an: tattoos@tattoomagazin.de

23/12/2016

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Im Zuge des Heilungsprozesses eines neuen Tattoos entsteht nach einigen Tagen die sogenannte Silberhaut. Dabei handelt es sich um eine neue Schicht Epidermis, die die Tätowierung überzieht. Die frische Hautschicht hat einen leicht silbrigen Farbglanz und schützt die tätowierte Stelle vor Infektionen. Die Epidermis, also die oberste Hautschicht, erneuert sich regulär etwa alle vier Wochen. Beim Tätowieren wird dieser Regenerationsprozess beschleunigt. Nach etwa 3 bis 4 Tagen legt sich die neue Epidermisschicht in Form der Silberhaut über das neue Tattoo.Die Silberhaut hatzwei Nachteile für Tätowierte. Erstens verursacht sie oftmalsstarken Juckreiz, weil sie zweitens austrocknet und schuppt.Spätestens dann hilft auch kein Salben und Cremen mehr. Wenn dieSilberhaut anfängt zu jucken, fällt es oft schwer, nicht zukratzen. Leichte Schläge oder Reiben mit der Handfläche an derjuckenden Stelle können Abhilfe schaffen, wenn man es nicht mehrschafft, das Jucken zu ignorieren. Die teils farbigen, teils milchigweißen Hautschuppen fallen während des Heilungsprozesses vonalleine ab – kein Bettlaken, kein Handtuch, kein Shirt ist vorihnen sicher. Etwa 3 Mal bildet sich eine Silberhaut, bevor dasTattoo endgültig abgeheilt ist.Sende uns dein Silberhaut- Foto an: tattoos@tattoomagazin.de

29/12/2016

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Die Bezeichnung Sleeve(engl. Ärmel) verwendet man für tätowierte Arme. Dabeiunterscheidet man zwischen einem Full-Sleeve und einem Half-Sleeve.Je nachdem, ob die Tätowierungen durch einen kurzen oderhochgekrempelten Hemdsärmel noch verdeckt werden können, in etwaalso Ellbogenhöhe, oder ob die Tätowierung am Handgelenk bzw. kurzdavor, in etwa dort, wo die Armbanduhr sitzt, abschließt. Ein Sleeveumschließt die Armfläche komplett. Eine einzelne Tätowierung aufder Schulter oder am Oberarm ist kein Sleeve.Dass man dabei von einemSleeve statt von einem Arm spricht hat tatsächlich die Möglichkeitzum Verdecken zur Ursache. In einigen Berufen ist es nicht gerngesehen oder gar verboten, seine Tätowierungen offen zu tragen. Daeignen sich besonders Half-Sleeves sehr gut. Weil sie eine noch rechtgroße, zusammenhängende Fläche bieten, die sich bei Bedarf im Büroaber leicht tarnen lässt.Wenn die Tätowierungenalso von einem langen Hemdsärmel verdeckt werden können, sprichtman entsprechend von einem Full-Sleeve. Wenn die Tätowierung untereinem kurzärmeligen Hemd verschwinden kann, von einem Half-Sleeve.Sleeves sind oft auch Konzepttätowierungen. Also entweder mehrereEinzeltattoos, die sich später zu einem großen Ganzen zusammenfügenoder ein zusammenhängendes Bild. #### Sleeve Infos ####Künstler: Pavel KrimStudio: Art Faktors Tattoostudio EssenFacebook: https://www.facebook.com/artfaktors/Homepage: www.artfaktors.deSende uns dein Sleeve an: tattoos@tattoomagazin.de(Name // Statement zum Tattoo // Künstler // Studio)

13/09/2016

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Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine einheitliche, gesetzliche Regelung überhygienische Standards in Tattoostudios. Dennoch ist es für seriöseShops völlig selbstverständlich, für Sterilität zu sorgen.Einmalnadeln sind längst die Norm. Desinfektionsspray zum Reinigender Ablagefläche von Tattoomaschine und Farbtöpfchen, sowie vonArmlehnen und Liegen ebenfalls. Ein gewissenhafter Tätowiererarbeitet auch nur mit Latex-Einmalhandschuhen. In vielen Studiossteht außerdem ein Ultraschallreinigungsgerät zur peniblenSäuberung aller Nicht-Einmal-Arbeitsgeräte. Längst gibt es aberauch Tattoomaschinen mit Einmalgriffstücken. In manchen Tattooshopssieht man Tätowierer auch mit Mundschutz arbeiten. Hund, Katze, Maushaben in einem sauberen Studio ebenfalls nichts zu suchen. Diegetroffenen Maßnahmen zur Sicherung der Sterilität sind auch einwichtiger Hinweis bei der Beurteilung eines Tattoostudios. Sende uns dein Sterilität- Foto an: tattoos@tattoomagazin.de(Name // Statement zum Tattoo // Künstler // Studio)

23/12/2016

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