TATTOO LEXIKON

13/09/2016
Tattoo-Entfernung


Details

Tattoos nur beim Spezialisten entfernen lassen 


Was gestern noch schick war, nervt heute nur noch. Fast jeder Tattoo-Fan kennt das und weiß aus Erfahrung: „Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.“ Das Leben ändert sich, die Liebe, der Job oder der Geschmack. Doch was, wenn das Tattoo oder einige Tattoos nicht mehr passen oder Platz für neue gebraucht wird?


Tattooentfernung ist nicht gleich Tattooentfernung 

Es gibt viele Methoden, sich ungeliebte Tätowierungen entfernen zu lassen. Manche klingen so schmerzhaft wie sie tatsächlich sind. Ob chemisch mit Salben, Peelings oder Spritzen, operativ oder mechanisch mit einem Schleifgerät – diese Verfahren haben eine Gemeinsamkeit: nur selten kommt man ohne Schmerzen und Narben davon. Natürlich kann es Gründe geben, warum ein Tattoo chirurgisch behandelt werden muss, zum Beispiel, wenn es chronisch entzündet ist. Ansonsten ist die

Tattooentfernung mit Laser die Methode der Wahl. Wird sie von Profis ausgeführt, ist sie zuverlässig, schmerzarm und narbenfrei. Man sollte sich gründlich über die Ausbildung der Anbieter informieren.

Am effektivsten mit Laser


Die Tattooentfernung mit dem Laser ist effektiv und mit den geringsten Nebenwirkungen verbunden.

Laser ist hochenergetisches, gebündeltes Licht. Fährt der Lasertherapeut mit dem Spezialgerät über die Haut, werden die in der zweiten Hautschicht eingelagerten Farbpartikel erhitzt. Sie schwingen und brechen auf. So können winzige Pigmentteilchen über das Lymphsystem des Körpers abtransportiert werden. Deshalb verblassen Tätowierungen nach und nach. Weil der Laser-Impuls nur sehr kurz ist, regiert nur die Tattoo-Tinte. Die umliegende Haut bleibt verschont.


Unterschiedliche Wellen für unterschiedliche Farben 

Jede Tattoo-Farbe reagiert auf eine spezielle Laser-Wellenlänge. Bei bunten Tattoos kommen deshalb mehrere Laser zum Einsatz. Ein sogenannter Nd-YAG-Laser eignet sich am besten für rot und schwarz. Diese Laser-Art wird auch in der Medizin eingesetzt. Grüne Tätowierungen lassen sich am besten mit einem Rubin-Laser entfernen. Bei der Wahl des Tattooentfernungsstudios empfiehlt sich, unbedingt zu fragen, mit welchen Lasern gearbeitet wird. Verantwortungsvolle Anbieter beginnen keine Laserbehandlung, wenn sie nicht über die dafür erforderliche Technik verfügen. Nach einer eingängigen Beratung sollte eine Probehandlung erfolgen.


Tattooentfernung erfordert Geduld


Wie lange es dauert, bevor ein Tattoo vollständig verschwunden ist, hängt von vielen Faktoren ab: von der Größe, vom Alter und von der Farbdichte. Die eigentliche Behandlung benötigt nur wenige Minuten, doch die Haut muss sich danach mehrere Wochen regenerieren. Ohne Geduld und Zeit für diese Ruhephasen funktioniert es nicht. Denn obwohl die Tattooentfernung mit Laser die hautfreundlichste Variante ist, strengt sie das Gewebe an. Mindestens vier Wochen sollen zwischen den einzelnen Sitzungen beim Lasertherapeuten liegen. Um die „Verdauung der Farbpartikel“ durch den Körper zu unterstützen, kann man sowohl Maßnahmen der Hautpflege durchführen als auch die Ernährung auf die zusätzliche Belastung einstellen und eventuell gezielt entgifte. Anbieter ganzheitlicher Tattooentfernungen informieren über die konkreten Möglichkeiten. Die in der Ananas enthaltenen Enzyme können der Haut beispielsweise beim Regenerieren helfen. 

Aus alt mach neu und natürlich ist in


Wird ein altes Tattoo aufgehübscht, also für ein neues Motiv vorbereitet, sprich man von Cover-up- Behandlungen. Dabei wird die Farbintensität einer alten Tätowierung durch die Laserbehandlung gesenkt, damit der Tätowierer nach einer Ruhephase der behandelten Hautstelle das alte mit einem neuen Motiv überstechen kann. Diese Behandlungen sind weniger aufwändig als klassische Tattooentfernungen. Auch dünn gestochene Permanent Make-ups wie Lipliner oder Lidstrich lassen sich in der Regel zügig entfernen. Das hängt jedoch immer von der individuellen Hautreaktion ab.



Erfolg und Behandlungsdauer sind individuell


Jedes Tattoo ist einzigartig. Pauschalprognosen verbieten sich daher absolut. Wie viele Behandlungen bis zum völligen Verschwinden nötig sind, hängt vor allem von der zu entfernenden Tinte und der Qualität der Tätowierung ab. Durchschnittlich sind sechs bis zwölf Termine erforderlich. Das Wissen und die Erfahrungen des Laserexperten entscheiden über den Erfolg, sprich über eine schmerzarme, effektive und narbenfreie Tattooentfernung.

Behandelte Stellen können anschwellen und gerötet sein. Das ist normal. Kühlkissen lindern. Seriöse Tattooentferner klären auf, dass nach dem Laser-Kontakt die Haut vor Sonne geschützt werden muss. Je weniger Sonnenkontakt, desto besser. Zudem darf nicht gekratzt werden und es empfiehlt sich lockere Kleidung. Die Haut freut sich über frische Luft und Schonung.


Zehnmal so teuer wie ein Tattoo


Die bittere Pille ist: ein Tattoo entfernen zu lassen, kostet ungefähr zehnmal so viel wie eins stechen zu lassen. Krankenkassen zahlen diese Leistungen generell nicht. Tätowierungen sind Privatsache.

Die Kosten unterscheiden sich je nach dem, welchen Tattooentferner man wählt. Manche Anbieter rechnen nach der Größe des Tattoos ab, andere offerieren Paketpreise für mehrere Sitzungen. Seriöse Behandler schätzen die konkreten Kosten erst nach einer Probehandlung. Aufgrund ihrer Erfahrungen wissen sie, wie Haut und Tinte auf den Laser reagieren.


Den Tattooentfernungsdienstleister auswählen – so geht’s


1. Der erste Eindruck ist wichtig, genauso wie beim Tätowierer. Wie sind die hygienischen Bedingungen? Ist der Anbieter durch das Deutsche Hygiene Institut zertifiziert?

2. Bestehen Sie auf einem Gesundheitscheck sowie einer ausführlichen, kostenlosen Beratung. Diese sollte auch eine freie Probebehandlung umfassen. 

3. Überprüfen Sie Ausbildung und Erfahrung des Lasertherapeuten. Je erfahrener desto besser, daher sind Spezialisten für Tattooentfernung anzuraten. 

4. Welche Behandlungspakete werden Ihnen angeboten? Gibt es ein Angebot für Pflegeprodukte für die Nachbehandlung? 

5. Um unnötige Frustrationen zu vermeiden, erkundigen Sie sich vor Behandlungsbeginn, wie flexibel Terminvereinbarungen möglich sind.


(dm)


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